Ruhe in Frieden Edith Abel

08.08.1933 – 05.01.2014

 

Unsere Mutti, Tante und Oma war stets freundlich und gab alles für die Familie.

Ihre Mutti starb früh und so fand Sie als junges Mädchen im Heim einen mütterlichen Bezug zur Pflegerin Fr. Kupitz. Wir hatten vor Jahren die Gelegenheit den Ort des Heimes zu besuchen. Auch den Bach wo sie zusammen Eis liefen.

2012 schreibt Mutti:

Liebe Fr. Kupitz, ich bin heute wieder früh auf, ich glaube heut ist Weihnachten. Ich bin gespannt was ich bekomme. Ich wünsch mir eine Uhr und eine weiße Jacke und einen Bademantel in weiß. Und vielleicht ein paar Strumpfhosen.

Bescheidenheit war ein wesentliches Merkmal Ihres Charakters.

Weiter schrieb Sie:

Ach Fr. Kupitz, habe ich gesagt daß ich den Wolfgang liebe. Der war dort stimmt’s.

Ein Mitbewohner der Wohngemeinschaft in Hannover hieß Wolfgang und erinnerte Sie an die frühere Zeit, Papa starb ja bereits 1998. Heute findet Sie Ruhe neben Ihren geliebten Mann.

Zur Mitte Ihres Lebens bis heut, trug Sie sich mit einer psychischen Erkrankung. Manchmal war Sie so traurig, schnell konnten Wir Sie aber aufmuntern. Hauptlebensinhalt der letzten Jahre war Lesen, stundenlang. Mit den Liebesgeschichten konnte Sie den Schmerz und Ihre Ängstlichkeit wohl gut verstecken. Auch die beginnende Demenz war so nicht sichtbar. Mit dem Verlust der Selbständigkeit, veränderte sich zunehmend Ihr emotionales Verhalten. Überschwänglich heiter, bis aggressiv. Die letzten Monate verlor Sie zunehmend an Kraft und Willen, zumal Ihr der Lungenkrebs das Atmen erschwerte und Sie das Bett nur selten verlassen wollte.

Unsere Hoffnung fand gehör, Sie schlief friedlich ein. Der letzte nächtliche Traum begleitete Sie in den Himmel. An Gott glaubte Sie nicht wirklich, aber an die Liebe. So ist jetzt alles GUT.

Wir verabschieden uns von Dir liebe Mutti, Tante und Oma.

 

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